Rodokal ChurchDas Dorf Rodokal liegt in den abgelegenen Bergen Süd-Ost-Albaniens.
Das AAC Patenschaftsprogramm begann hier Mitte September 1995 – und um es kurz zu machen – als der Dorfvorsteher folgendes sagte: Wenn wir unser Wort halten und für ALLE Dorfkinder mit Lebensmitteln zurückkommen würden, dann könnten wir das Evangelium frei verkündigen.
Durch Gottes Gnade lief das Programm rechtzeitig an. Wir begannen uns um die Kinder zu kümmern, sie gesund zu ernähren, medizinisch zu versorgen und sie zu unterstützen. Das Programm ist bis auf 500 Kinder angestiegen.
Innerhalb der ersten paar Monate gab der Dorfvorsteher sein Herz Jesus Christus, kurz darauf 6 oder 7 Älteste des Dorfes, ganz zu schweigen von den vielen, vielen Kindern. Innerhalb von 1,5 Jahren haben sich 70% aller Kinder entschieden, Christus nachzufolgen.

Im Frühjahr 1997 wurde Albanien durch Unruhen, Plünderungen, Mord und alle Arten von Gewalt zerrissen. Unsere Basis in Pogradec wurde schließlich auch geplündert und mitsamt der Kücheneinrichtung zerstört. Die nichtalbanischen Mitarbeiter mussten nach Griechenland fliehen. Für eine Zeit von zwei bis drei Monaten hatten wir keine Informationen über die Kinder in Rodokal.
Als die Missionare endlich wieder zurückkehren konnten, fanden sie alle Kinder unversehrt vor. Die Gläubigen und die Mitarbeiter standen fest im Glauben und das Dorf war intakt. Gerade die Rückkehr der Mitarbeiter war für die Muslime, die die Christen verhöhnt hatten, ein wunderbares Zeugnis. Sie sagten, dass sie die Ausdauer von christlicher Liebe und Fürsorge gesehen hatten und beeindruckt waren.
Im Juni 2000 eröffneten wir ein neues Gebäude in Pogradec. Es beherbergt die Küche, Klassenräume und Unterkünfte. Von hier aus versorgen wir drei weitere Programme in der ländlichen Berggegend Albaniens. Gott ist dabei, weiter unter den wunderbaren Menschen in Albanien zu wirken und es ist eine Freude und ein Vorrecht sie im Gebet, finanziell und ganz praktisch zu unterstützen.

Die Kinder im Dorf haben nie viel Liebe oder Fürsorge erfahren. Sie leben unter sehr harten Bedingungen, von der Außenwelt abgeschnitten, nur verbunden durch Eselpfade. Soziale Probleme, schlechte Ernährung und Armut sind bei 70% Arbeitslosigkeit recht häufig. Die meisten Menschen versuchen von ihrer Landwirtschaft zu leben, was zumindest teilweise die Nahrungsdefizite erklärt. Ein Team von Ärzten und Zahnärzten kommt einmal im Jahr zur Unterstützung, damit wir diesen Problemen begegnen können.
Gott ist dabei, weiter unter den wunderbaren Menschen in Albanien zu wirken und es ist eine Freude und ein Vorrecht sie im Gebet, finanziell und ganz praktisch zu unterstützen.