ZacualpaKinder aus dem Ernährungsprogramm in Zacualpa leben hoch in den Quiche-Bergen, dem Heim der meisten Maya-Indianer, der Ureinwohner Guatemalas. Nur etwa 25% der Bevölkerung leben noch in den Bergen, da das Überleben dort sehr hart ist.
Zacualpa ist ein kleines Marktstädtchen am Ende einer unbefestigten Straße. Es ist einer der wenigen Orte in der Gegend, der über Telefon und andere Dienstleistungen verfügt. Daher ist der Ort für die verstreuten Bergbewohner sehr wichtig. In der Revolution der frühen 80-er Jahre war er ein Schwerpunkt der Guerilla-Aktivitäten und hat das fürchterliche Blutvergießen miterlebt, wo sehr viele der Männer ums Leben kamen. Von Elend und Armut zerrüttete Familien und viele verwaisten Kinder waren die Folge.
Living Water International hat dort eine Kirche gegründet, die von Pastor Goya geleitet wird, der selber durch das Speisungsprogramm zum Glauben kam.
Das Leben dort ist immer noch hart für Kinder – 10% der Kinder, die von unseren Evangelisationsteams besucht wurden, haben einen Elternteil, der Alkoholiker ist, 5% sind von Vater, Mutter oder beiden verlassen worden und 23% der Väter gehen jedes Jahr für sechs Monate zur Küste, um in den Zuckerrohrfeldern oder Kaffeeplantagen zu arbeiten.
Zacualpa ist unser zweitgrößtes Speisungsprogramm. Dort werden zweimal wöchentlich (montags und donnerstags) über 1000 Mahlzeiten an die Kinder verteilt. Unsere Köche beginnen mit der Arbeit vor Eintritt der Dämmerung im einige Meilen entfernen Chixocol und stellen rund 2000 Tortillas her, die dann nach Zacualpa transportiert werden. Eine ausgewogene Mahlzeit, typischerweise bestehend aus Fleisch, Gemüse, Nudeln/Reis, wird anschließend ausgegeben. Vervollständigt wird das Ganze durch einen Vitamin- und Mineral-Ergänzungstrunk.
Das Zentrum enthält auch ein kleines Büro, von wo aus Ihre jährlichen Updates verwaltet werden. Oben gibt es Klassenräume für die Bibelklassen und Freizeit-Aktivitäten.
Es gibt eine staatliche Schule in Zacualpa, doch sie ist nur wirklich erreichbar für jene, die verhältnismäßig nahe an der Stadt wohnen. Viele der Kinder gehen über raue Bergwege, um zu dem Ernährungsprogramm zu gelangen. In der Stadt gibt es Wasser und Elektrizität, aber die Straßen und viele Häuser sind in einem unbeschreiblichen Zustand. Die Menschen leben von ihrem Land, was teilweise ihre Unterernährung bzw. Mangelernährung erklärt.